Growth Mindset vs. fixed mindset: Wie deine Denkweise dien Leben beeinflusst
Würdest du von dir sagen, dass du eine positive Person bist, die an sich selbst glaubt? Glaubst du, dass gewisse Menschen einfach mit mehr Intelligenz und gluck gesegnet sind als andere? Gedanken, die erstmals harmlos wirken wie das kann ich nicht schaffen, ich bin nicht gut in solchen dingen, ich kann das nicht, sagen mehr über deine Denkweise aus, als dir vielleicht bewusst ist.
In der Psychologie unterscheidet man zwischen zwei grundlegenden Haltungen: dem Fixed Mindset und dem Growth Mindset. Die Begriffe gehen auf die Psychologin Carol Dweck zurück und beschreiben, wie wir über unsere Fähigkeiten und unser Potenzial denken.
Diese Denkweise beeinflusst, wie du mit Herausforderungen umgehst, wie du auf Fehler reagierst und ob du dir selbst überhaupt die Möglichkeit gibst, dich weiterzuentwickeln.
Sie bildet sich im Verlaufe deines Lebens und wir besonders während deiner Kindheit von deinen nächsten Bezugspersonen, vor allem deinen Eltern, beeinflusst. Doch das gute ist, dass du deine Denkweise durch Wiederholung ändern kannst.
Was ist ein fixed Mindset?
Ein Fixed Mindset bedeutet, dass du davon ausgehst, dass deine Fähigkeiten weitgehend festgelegt sind.
Du glaubst zum Beispiel:
- Ich kann das einfach nicht
- Ich bin nicht kreativ
- Mathe liegt mir nicht
- Andere sind eben talentierter
Durch diese Denkweise wird es schwierig Neues zu lernen, denn es entsteht oft die Meinung, dass man in etwas entweder Talent hat oder nicht. Dadurch wirken Herausforderungen schnell abschreckend.
Fehler werden nicht als Teil des Lernens gesehen, sondern eher als Beweis dafür, dass man etwas nicht kann.
Viele Menschen beginnen dann, genau diese Situationen zu vermeiden. Nicht bewusst, sondern aus dem Wunsch heraus, nicht zu scheitern.
Das Problem daran ist:
Wenn du glaubst, dass sich nichts verändern lässt, gibst du dir selbst kaum die Chance, dich überhaupt weiterzuentwickeln.
WAS IST EIN GROWTH MINDSET?
Ein Growth Mindset basiert auf einer ganz anderen Überzeugung.
Menschen mit dieser Denkweise glauben, dass Fähigkeiten nicht festgelegt sind, sondern sich entwickeln können – durch Lernen, Übung und Erfahrung.
Das bedeutet nicht, dass alles sofort gelingt oder dass jeder alles gleich gut kann. Aber es bedeutet, dass Entwicklung möglich ist.
Typische Gedanken bei einem Growth Mindset könnten sein:
- „Ich kann das noch lernen.“
- „Ich bin vielleicht noch nicht gut darin – aber ich werde besser.“
- „Fehler helfen mir zu wachsen.“
Mit dieser Haltung werden Herausforderungen nicht als Bedrohung gesehen, sondern als Chance, etwas Neues zu lernen.
Ein Growth Mindset basiert auf der Überzeugung, dass Fähigkeiten nicht festgelegt sind, sondern sich entwickeln können.
Durch Übung.
Durch Erfahrung.
Und auch durch Fehler.
Das bedeutet nicht, dass alles sofort gelingt oder dass jeder alles gleich gut kann.
Aber es bedeutet, dass du dich verbessern kannst, wenn du dranbleibst.
Typische Gedanken in einem Growth Mindset sind zum Beispiel:
- Ich kann das noch lernen
- Ich bin vielleicht noch nicht gut darin, aber ich kann besser werden
- Fehler helfen mir zu verstehen, was ich noch üben darf
Im Unterschied zum Fixed Mindset werden Herausforderungen hier nicht als Bedrohung gesehen, sondern als Teil des Lernprozesses.
Die Psychologin Carol Dweck beschreibt in ihrer Forschung, dass genau diese Haltung entscheidend dafür ist, ob Menschen langfristig wachsen oder stagnieren.
Nicht, weil sie mehr Talent haben, sondern weil sie anders mit Schwierigkeiten umgehen.
WARUM DIESE DENKWEISE SO VIEL VERÄNDERT
Unsere Gedanken beeinflussen unser Verhalten stärker, als wir oft denken.
Wenn du glaubst, dass du etwas nicht kannst, wirst du es wahrscheinlich auch gar nicht erst versuchen – oder sehr schnell aufgeben.
Wenn du hingegen glaubst, dass du dich entwickeln kannst, bleibst du eher dran, probierst neue Dinge aus und lernst aus Fehlern.
Mit der Zeit entstehen dadurch ganz unterschiedliche Lebenswege.
DIE GUTE NACHRICHT: DEIN MINDSET IST NICHT FESTGELEGT
Vielleicht erkennst du dich in manchen Gedanken des Fixed Mindsets wieder. Das ist völlig normal.
Die meisten Menschen tragen eine Mischung aus beiden Denkweisen in sich.
Die gute Nachricht ist jedoch: Auch dein Mindset kann sich verändern.
Allein das Bewusstsein darüber ist oft schon der erste Schritt.
Wenn du beginnst, deine Gedanken genauer zu beobachten, kannst du dich immer wieder fragen:
- Spreche ich gerade aus Angst oder aus Neugier?
- Gebe ich mir selbst die Chance zu wachsen?
- Was wäre möglich, wenn ich mir erlauben würde zu lernen?
Mit der Zeit kann sich dadurch deine Haltung verändern – Schritt für Schritt.
WACHSTUM BEGINNT OFT AUSSERHALB DER KOMFORTZONE
Ein Growth Mindset bedeutet nicht, dass alles immer leicht ist.
Im Gegenteil: Wachstum fühlt sich manchmal unbequem an. Neues auszuprobieren bedeutet auch, Fehler zu machen oder unsicher zu sein.
Doch genau in diesen Momenten entsteht Entwicklung.
Vielleicht geht es also gar nicht darum, alles sofort perfekt zu können. Vielleicht geht es eher darum, sich selbst zu erlauben, auf dem Weg zu sein.
WENN DU TIEFER IN DIESES THEMA EINTAUCHEN MÖCHTEST
Die Begriffe Growth Mindset und Fixed Mindset stammen ursprünglich aus der Forschung der Psychologin Carol Dweck. In ihrem Buch Selbstbild beschreibt sie sehr anschaulich, wie stark unsere Denkweise beeinflusst, wie wir lernen, mit Herausforderungen umgehen und uns weiterentwickeln.
Besonders spannend finde ich, dass sie anhand vieler Beispiele zeigt, wie diese Denkweise bereits in der Kindheit geprägt werden kann – etwa durch Schule, Feedback oder gesellschaftliche Erwartungen.
Gleichzeitig macht das Buch deutlich, dass unsere Denkweise nicht festgelegt ist. Auch als Erwachsene können wir lernen, Herausforderungen anders zu betrachten und uns Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Wenn dich dieses Thema interessiert und du noch tiefer verstehen möchtest, wie unsere Überzeugungen unser Verhalten beeinflussen, kann dieses Buch eine sehr spannende Lektüre sein.
EIN GEDANKE ZUM SCHLUSS
Unsere Denkweise formt unsere Realität stärker, als wir oft glauben.
Wenn wir beginnen zu verstehen, dass Fähigkeiten wachsen können, verändert sich auch unsere Perspektive auf Herausforderungen, Fehler und Entwicklung.
Vielleicht liegt der Schlüssel also nicht darin, perfekt zu sein – sondern darin, offen zu bleiben für Wachstum.
Und manchmal beginnt genau dort eine ganz neue Art, auf sich selbst und das eigene Leben zu schauen.
